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eScooter legal auf Deutschlands Radwegen & Straßen

Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) liegt beim Bundesrat. Im Mai 2019 soll sie deutschlandweit gültig sein, womit versicherungspflichtige eScooter dann mit 6 – 20 km/h auf Radwegen und Straßen bewegt werden dürfen. eLongboards und Hoverboards sind erstmal außen vor.

eScooter Verordnung: das Wichtigste in Kürze

In Deutschland dürfen eScooter legal auf Radwegen & Straßen bewegt werden, wenn sie …

  • max 55 kg wiegen
  • max. 200 cm lang, max. 70 cm breit und max. 140 cm hoch sind
  • max. 20 km/h schnell fahren
  • zwei voneinander unabhängige Bremsen besitzen
  • ein Vorder-/ Rücklicht sowie Bremslicht besitzen
  • eine Klingel haben
  • eine Dauerleistung von 500 Watt nicht übersteigen
    (max 1.600 Watt bei Einsatz gyroskopischer Systeme)

Blinker sind nicht vorgeschrieben. Auch eine Helmpflicht gibt es nicht. Interessante Einschränkung: fährt der eScooter bauartbedingt nicht schneller als 12 km/h muss man sich laut Verordnung den Bürgersteig mit Fußgängern teilen, wobei stets Rücksicht auf diese zu nehmen ist.

Darüber hinaus gilt

  • grundlegend keine Führerscheinpflicht (Mofa-Prüfbescheinigung für Metz Moover)
  • aber Versicherungspflicht mit einem Kennzeichen-Aufkleber
  • Mindestalter von 12 Jahren (dann 6 bis max 12 km/h), ab 15 Jahren mit max 20 km/h

 

Es gibt keine EU-weit einheitliche Handhabung

In anderen Ländern Europas sind Elektro-Roller schon länger unterwegs. Dazu zählen unter anderem Österreich, Schweiz, Belgien, Frankreich, Dänemark und Finnland. Allerdings sind die Vorgaben nicht einheitlich geregelt! Auch nicht immer flächendeckend: In Österreich z.B. kann es unterschiedliche Regelungen je nach Kanton geben. Wer seinen eScooter also gern auf Reisen mitnimmt, muss vielleicht vorher nochmal gucken, ob und unter welchen Bedingungen das fahren in der Öffentlichkeit erlaubt ist.

Erste legale eScooter von BMW & Metz

Die ersten eScooter, die schon heute legal auf Deutschlands Straßen fahren dürfen, sind der

  • BMW X2 City (ca. 2.600 Euro)
  • Metz Moover (ca 2.000 Euro)
  • Kumpan 1950 Street (ca. 1.500 Euro)

Die Hersteller hatten ihre Modelle bereits im letzten Jahr serienreif, die mittels Sonderzulassung vom Bundesverkehrsministerium (BVMI) als Mofa oder Pedelec bewegt werden dürfen.  Daher können sowohl der BMW X2 City als auch der Metz Moover seit 01. März 2019 regulär im Straßenverkehr bewegt werden. Sie kommen inklusive Nachweis der nötigen Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) und können bereits über eine eScooter-Haftpflichtversicherung mit Klebe-Plakette versichert werden. Wenn die neue Elektro-Kleinstfahrzeugverordnung (eKFV) im Sommer 2019 offiziell für alle gilt, werden diese vorher freigegebenen eScooter automatisch in den Geltungsrahmen der eKFV-Klasse überführt. Sprich: Es gibt nichts zu tun und nichts zu befürchten.

In Kürze folgen weitere Anbieter. Angekündigt sind bereits nach der neuen Elektrokleinstafhrzeug-Verordnung (eKFV) zugelassene Versionen von

  • EGRET mit angepassten Modellen von Egret Eight & Egret Ten
  • The Urban mit den Modellen #Hmbrg #Brln #Lndn
  • IO Hawk mit dem Exit Cross (maximale 500W Motor-Power!)
  • SXT
  • GoMate!

Etwas später im Jahr 2019 soll z.B. auch der interessante York´s S1 Elite kommen.

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